RABAT – Wenn Sie in Marokko leben, sind Sie heute wahrscheinlich etwas ausgeruhter aufgewacht. Um 3:00 Uhr morgens am Sonntag, dem 15. Februar, stellte das ganze Land offiziell die Uhren um eine Stunde zurück. Diese Umstellung markiert das Ende der „Sommerzeit“ für ein paar Wochen, da sich alle auf den heiligen Monat Ramadan vorbereiten.
Das ist nicht nur eine zufällige Änderung. Die Regierung macht das jedes Jahr, um die langen Fastentage etwas leichter zu gestalten. Durch die Rückkehr zur Greenwich Mean Time (GMT) geht die Sonne auf der Uhr eine Stunde früher unter. Das bedeutet, dass Familien ihr Iftar Mahlzeit früher am Abend einnehmen können. Für viele macht dieser Unterschied von einer Stunde einen großen Unterschied darin, wie sie sich im Laufe des Tages fühlen.
Änderungen in Arbeit und täglichem Leben
Es sind nicht nur die Uhren, die sich ändern. Das Leben in Marokko nimmt während des Ramadan ein anderes Tempo an, und die Regierung hat die offiziellen Zeiten entsprechend angepasst.
Öffentliche Ämter und die meisten Regierungsgebäude wechseln nun zu einem „durchgehenden“ Zeitplan. Anstatt bis spät geöffnet zu bleiben, laufen sie von Montag bis Freitag jeden Tag von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Das Ziel ist einfach: Die Menschen sollen früher nach Hause kommen, um Zeit zum Ausruhen, Beten und zur Essensvorbereitung zu haben. Außerdem hat die Regierung die Ämter gebeten, an Freitagen besonders hilfsbereit zu sein, damit die Arbeitnehmer ohne Stress an ihren wöchentlichen Gebeten teilnehmen können.
Die niemals endende Debatte
Obwohl dies jedes Jahr passiert, haben die Menschen immer noch viel dazu zu sagen. Seit 2018 bleibt Marokko für den größten Teil des Jahres auf GMT+1. Die Regierung mag dieses System, weil es Stromkosten spart und das Land mit den Geschäften in Europa synchron hält.
Aber nicht jeder ist damit zufrieden. Eine kürzliche Studie zeigte, dass fast die Hälfte der Marokkaner tatsächlich das ganze Jahr über auf der Standardzeit bleiben möchte. Viele Eltern finden es schwierig, wenn ihre Kinder im Winter im Dunkeln zur Schule laufen müssen. Einige sagen sogar, dass die „Ramadan-Umstellung“ beweist, dass das übliche Zeitsystem für das tägliche Leben etwas unnatürlich ist. Sie fühlen, dass, wenn wir es für einen heiligen Monat ändern müssen, wir vielleicht überdenken sollten, ob es für die anderen elf Monate auch funktioniert.
Was passiert als Nächstes?
Dieses langsamere Tempo wird nicht ewig dauern. Sobald der Fastenmonat endet, wird das Land wieder „voran springen“.Das Ministerium hat das Datum für die nächste Änderung bereits festgesetzt: Sonntag, den 22. März 2026. An diesem Morgen werden um 2:00 Uhr alle eine Stunde zu ihren Uhren hinzufügen und zum GMT+1-System zurückkehren.Für den Moment jedoch ist das Land froh, einen Atemzug zu nehmen und einem traditionelleren Rhythmus zu folgen. Es ist eine Zeit für Familie und Reflexion, und die neue Uhr spiegelt das perfekt wider.